Vertikale Lamellen aus Echtholz mit akustischem Vlies, stoffbespannte Rahmen mit variabler Einlage oder mikroperforierte Furniere verbinden Ästhetik und Wirkung. Hinter ihnen verbirgt sich Absorption, vor ihnen zeigt sich Struktur. So wird Klang geordnet, ohne dekorative Klarheit zu verlieren. Maßanfertigungen folgen Raster, Türübergängen und Steckdosen, sodass Technik verschwindet und die Wand als ruhige, taktile Skulptur erlebt wird.
Teppiche mit dichter Polhöhe, Unterlagen aus Kork oder Gummi, schwimmend verlegte Dielen und präzise Sockelanschlüsse dämpfen Schritte und mindern Trittschall. In Fluren beruhigt das Ankommen, im Wohnbereich bleibt die Bühne für Stimmen frei. Selbst auf Steinböden helfen texturierte Läufer und lange, schmale Teppiche. Die Kunst liegt darin, Zonen zu definieren, Übergänge zu betonen und den gesamten Weg des Gangs akustisch mitzudenken.
Blickdichte, schwer fallende Vorhänge mit großzügiger Wellenfalte bändigen Glasflächen, brechen Flatterechos und verleihen Tiefe. Doppelstangen erlauben tagsüber transparente Stoffe, abends dichte Gewebe. Mit Deckenprofilen verschwinden Schienen elegant, und akustisch wirksame Textilien bewahren Leichtigkeit. Das Ergebnis ist eine angenehme Ruhe, in der Ausblicke bleiben, Reflexionen jedoch kultiviert gezügelt werden, ohne auf Großzügigkeit zu verzichten.
Gestrickte Plaids, dichter Velours, gebürstete Eiche, gewalkte Wolle und Leinenmischungen führen das Licht weich und brechen Reflexionen. In dieser Materialsprache klingt jede Bewegung milder. Akzentuierte Flächen sorgen für Tiefe, während ruhige Farbverläufe den Blick führen. So entsteht jenes leise, verlässliche Fundament, auf dem Kunst, Möbel und Menschen selbstverständlich miteinander in einen entspannten, inspirierenden Dialog treten.
Wenn Akustik im Möbel verschwindet, wird sie selbstverständlich. Sitzbänke mit absorbierendem Hohlraum, Sideboards mit perforierten Fronten, Wandfelder mit unsichtbaren Fugen: Alles wirkt wie aus einem Guss. Die Technik arbeitet, ohne sich zu zeigen. Genau diese Souveränität wirkt luxuriös, weil sie Bedürfnisse erfüllt, bevor man sie benennt, und Räume in Gelassenheit hüllt, statt sich ins Rampenlicht zu drängen.
Große Leinwände, akustisch transparente Stoffe und hinterlegter Absorber verbinden kuratierte Ausstrahlung und klare Funktion. So bleiben Galeriewände leicht, während flache Echos verschwinden. Skulpturale Paneele werden zu Blickpunkten, die zugleich Klang ordnen. Wer Werke und Wirkung gemeinsam plant, erhält Räume, die den Geist beleben und das Nervensystem entlasten. Eleganz und Ruhe werden untrennbar, ohne Kompromisse beim Ausdruck.
All Rights Reserved.